Recklinghausen-Suderwich. Die Sicherheitsexperten raten zu Passwörtern mit mehr als 15 Stellen, die sowohl Groß- als auch Kleinschreibung sowie Sonderzeichen und Zahlen enthalten. Darunter sollten keine Wörter aus dem Wörterbuch und auch keine anderen leicht zu erratenden Kombinationen sein. Wir geben euch die Tipps!
Zunächst die wichtigsten Infos in Kürze:
Sichere Passwörter sollten mindestens 10 Zeichen lang sein, aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen bestehen und in keinem Wörterbuch zu finden sein oder mit dir in Verbindung stehen.
Bei Datenlecks gelangen immer wieder Nutzerkonten und Passwörter in Listen, die sich im Internet verbreiten. Nutze daher für jedes Nutzerkonto ein einzigartiges Passwort.
Je sensibler ein Zugang ist (etwa beim Online-Banking), desto wichtiger ist ein möglichst starkes Passwort.
Sechs Regeln für gute Passwörter
Ein gutes (sicheres) Passwort sollte mindestens 10 Zeichen lang sein. Verwende aber keine Namen, Geburtsdaten, Telefonnummern oder Ähnliches aus der Familie und von Freunden.
Es sollte keine bloße Zahlenfolge (12345…), alphabethische Buchstabenfolge (abcdef…) oder eine Reihe benachbarter Tasten auf der Tastatur (qwertz…) darstellen. Je sensibler ein Zugang ist (etwa beim Online-Banking), desto mehr Sorgfalt solltest du bei der Auswahl eines starken Passworts walten lassen. Falls der Anbieter keine Zeichenbegrenzung für das Passwort vorsieht, gilt der Grundsatz: Je länger, desto besser!
Wähle nicht ein Passwort für alle Portale, sondern lege mindestens für die wichtigsten und meist genutzten Dienste eigene Passwörter an. Ändere ein Passwort, wenn es dir von einem Anbieter übermittelt wurde und du dich das erste Mal dort angemeldet hast. Weitere Gründe zum Ändern des Codes wären, dass dein Online-Dienstleister dich dazu auffordert, große Datenlecks bekannt werden oder dein Gerät mit Schadsoftware infiziert worden ist.
So erstellst du gute Passwörter
Baue dir Eselsbrücken beim Passwortbau, indem du dir beispielsweise einen Satz überlegst, der dir immer wieder einfallen wird und von dem du jeweils nur den ersten Buchstaben der einzelnen Wörter sowie die Satzzeichen nutzen. Zum Beispiel: "Ein blaues, kleines Pferd liest Kaffeesatz auf dem Ausflugsdampfer." wird auf diese Weise zum Passwort: Eb,kPlKadA.
Am besten ist, wenn du einen solchen Satz frei erfunden und nicht irgendwo gelesen hast.
So unbequem das auch sein mag: Verwende auch solche Passwörter möglichst nicht für mehrere Dienste! Selbst Varianten wie Eb,kPlKadA.-E-Mail fürs E-Mail-Konto und Eb,kPlKadA.-PC für den Login am Computer werden von Fremden leicht erraten.
Weitere Infos gibt es bei der Verbraucherberatung https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/datenschutz/sichere-passwoerter-so-gehts-11672.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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