Recklinghausen-Suderwich. Rabattschlachten an "Black Friday", "Amazon Prime Days", "Singles' Day", "Cyber Monday" – verführerisch! Auch für Betrüger, meint Wolfgang Wegener, der SBW-Berater in finanziellen Fragen. Kurz zusammengefasst rät er:
Bei Schnäppchen an Online-Aktions-Tagen nicht unter Kaufdruck setzen lassen.
Händler ändern ihre Angebote und Preise mehrmals am Tag.
Shoppen auf Amazon.de: Nur über sichere Bezahlmöglichkeiten kaufen!
Preisvergleiche in Suchmaschinen können lohnender sein als die Sonderangebote.
Vorsicht vor „schwarzen Schafen“!
Nicht unter Druck setzen lassen
„Nur noch 5 Artikel!“ – ablaufende Uhren – kleiner werdende Balken für schwindende Lagerbestände. Mittel, den Kaufinteressenten zu einem schnellen Abschluss zu drängen.
Will man das Schnäppchen unbedingt haben und befürchtet zu kurz zu kommen, kann man ja mal den Kauf abschließen. Anschließend durch Vergleiche im Internet prüfen, ob der Preis wirklich so gut war. Wenn nicht, dann sofort stornieren und anderweitig kaufen. Stornomöglichkeit vorher prüfen!
Preise vergleichen
Die Verbraucherzentrale rät, mindestens zwei Preissuchportale zu nutzen. Man hat festgestellt: die eine beste Suchmaschine gibt’s nicht. Erst wenn ein Sonderangebot nach Recherche in mehreren Preissuchmaschinen bestätigt wird, kann sich der Kauf lohnen.
Rabatt-Blender
Die Super-Prozent-Preisabschläge beziehen sich oft auf die unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller. Die werden in der Praxis aber kaum noch angewandt. Nach Untersuchung der Verbraucherzentrale NRW lagen die Preisreduzierungen an „Rabatttagen“ statt der gepriesenen 50 % oder mehr tatsächlich oft bei unter 20 %.
Amazon-Traumpreise
Mehrfach wurden Fake-Angebote festgestellt, bei denen per Vorkasse zu zahlen war. Die Ware aber kam nicht. Gefahr vor allem an Rabatt-Tagen. Viele Händler werben dann mit Schnäppchen. Da kann man leicht auf Fake.Shops reinfallen. Deshalb: Zahle per Rechnung oder Lastschrift und lassen dich nicht in einen riskanten Vorkasse-Kauf locken.
Widerrufsrecht
Geht die Stornierung bei einem Händler nicht, ist der Deal doch nicht super, dann bleibt der Widerruf. Der ist bei einem Onlinekauf fast immer ohne Angabe von Gründen bis zu 14 Tage nach Lieferung des Produkts gestattet. Prüfe, ob du ggf. Rücksendekosten tragen musst.
Cookies löschen und Daten-sparsam sein
Dein Kauf oder deine Suche nach Artikeln – viele Unternehmen sammeln Daten über deine Interessen und dein Kaufverhalten. Sie machen dir Angebote, die auf die entsprechend zugeschnitten sind. Sei sparsam mit deinen Daten und verwische digitale Spuren.
Sicherheitstipps fürs Online-Shopping
Nutze verschlüsselte Datenübertragung. So sind deine Bankdaten Zugriff-sicher.
Kein Online-Shopping in öffentlichen WLAN-Netzen.
Browserverlauf und die Cookies nach Einkäufen löschen. Hindere den Online-Händler umfassende Profile über dich anzulegen.
Hat der Online-Shop ein vernünftiges, fehlerfreies Impressum, AGB, Widerrufs- und Rückgaberechte sowie Datenschutzbestimmungen? Wenn nicht: Fake-Shop?
Verzichte auf den Kauf, wenn der Shop Vorkasse oder Direktüberweisung fordert. Bei Widerruf ist es ggf. schwierig, das Geld zurückzubekommen.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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