Recklinghausen-Suderwich. Im Sommer ist das Angebot an frischen Früchten sehr groß. Was jedoch machen wir im Winter, wenn frisches Obst eher Mangelware ist? Hier bietet es sich an, Früchte zu trocknen. Wir möchten gerne einmal intensiv beleuchten, was es mit Trockenobst auf sich hat.
Was ist Trockenobst?
Bei Trockenobst (Dörrobst, Backobst) handelt es sich um reifes Obst, dem nach sorgfältigem Waschen und Schneiden Wasser entzogen wird. Im direkten Vergleich zu Obst, das nach der Ernte frisch verzehrt wird, haben Trockenfrüchte einen intensiveren Geschmack.
Sind Trockenfrüchte gesund?
Getrocknete Früchte enthalten große Mengen an Antioxidantien und versorgen den Organismus mit einer Vielzahl von Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen. Außerdem sorgt ihr hoher Ballaststoffgehalt für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und eine darmregulierende Wirkung.
Welche Trockenfrüchte gibt es?
Zum Trocknen eignen sich Äpfel, Birnen, Pflaumen, Aprikosen und Pfirsische, Weintrauben, Kirschen, Erdbeeren, Datteln und Feigen.
Warum werden Trockenfrüchte geschwefelt?
Oft werden Trockenfrüchte geschwefelt, also mit Schwefeldioxid behandelt. Dadurch behalten sie ihre helle Farbe und Mikroorganismen können sich nicht vermehren. Allerdings werden durch diesen Prozess Vitamine, vor allem Vitamin B1, und Folsäure zerstört. Generell ist der Verzehr von getrockenetem, geschwefelten Obst nicht ungesund. Die allermeisten Menschen haben überhaupt keine Probleme mit dem Verzehr von geschwefelten Trockenfrüchten. Der Zusatz von Schwefel ermöglicht eine längere Haltbarkeit und hemmt die Wirkung von Enzymen, so dass die Früchte hell und leuchtend bleiben. Mittlerweile kann man auch im Handel ungeschwefelte Trockenfrüchte erwerben.
Wie kann ich Trockenfrüchte selbst herstellen?
Äpfel und Birnen, Pflaumen und Feigen, Aprikosen und Mangos – du hast die Wahl. Achte lediglich darauf, dass die ausgewählten Früchte reif sind, dabei jedoch keine faulen Stellen aufweisen. Ready, set, go!
Den Backofen vorheizen (Ober-/Unterhitze: max 50 °C).
1. Obst sorgfältig waschen und trocken tupfen. Bei Bedarf entkernen/entsteinen und nach Belieben in dünne Scheiben/Spalten schneiden.
2. Geschnittene Früchte auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und auf mittlerer Schiene im Ofen mehrere Stunden trocknen lassen. Dabei den Zustand regelmäßig überprüfen. Das Obst ist fertig, wenn es sich leicht biegen lässt und auf Druck keine Feuchtigkeit mehr entweicht.
3. Süßes Trockenobst vollständig abkühlen lassen und in verschließbaren Gläsern aufbewahren.
Der Kochlöffeltrick: Die Backofentür sollte während des Trocknungsprozesses einen Spalt weit offen stehen, sodass auftretende Flüssigkeit entweichen kann. Hierfür kannst du ganz einfach einen Kochlöffel in die Tür klemmen.
Einmal getrocknete Früchte, immer getrocknete Früchte? Noch einfacher lassen sich Trockenfrüchte mit einem speziell entwickelten Dörrautomaten herstellen. Kleine Dörrgeräte gibt es für den häuslichen Gebrauch zu kaufen.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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