Recklinghausen-Suderwich. Wer seine Lebensmittel richtig lagert, hat mehr davon - mehr Geschmack und weniger Müll. Die Nahrungsmittel richtig aufzubewahren, hilft nicht nur Nährstoffe und Geschmack zu erhalten, sondern auch Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.
Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank. Dort verlieren sie ihr Aroma und können leicht schimmeln. Besser werden sie in einem kühlen Raum aufbewahrt. Wenn du einen solchen kühlen Raum nicht hast, ist es immer noch sinnvoller Tomaten bei Zimmertemperatur aufzubewahren, das gilt übrigens auch für Gemüsesorten mit hohem Wasseranteil wie Gurken, Paprika, Zucchini und Auberginen. Aufgepasst: Tomaten sollten nicht neben Äpfeln lagern, dann reifen sie sehr schnell nach.
Brot schimmelt in Plastik. Mal abgesehen davon, dass man plastikverpacktes Brot besser nicht kaufen sollte, Brot hält sich am besten in einem luftdurchlässigen Behälter. Luftdicht verpackt schimmelt es sehr schnell. Unsere Omas wussten es noch, am besten sind die altmodischen Brotkästen aus Ton, darin bleibt das Brot am längsten frisch.
Bananen und Äpfel vertragen sich nicht. Sie werden neben Äpfeln schneller braun, da Äpfel viel von dem Reifegas Ethylen ausstoßen. Auch Birnen und Tomaten geben Ethylen ab. Weil von reifen Bananen besonders viel Ethylen ausgeht, sollte man sie grundsätzlich getrennt von anderem Obst lagern, idealerweise hängend, denn in der Obstschale bekommen sie leicht Druckstellen. In den Kühlschrank gehören sie auf keinen Fall.
Käse muss atmen können und gehört nicht in Plastik verpackt. Er sollte in einer luftdurchlässigen Verpackung aufbewahrt werden, z. B. in einem leicht angefeuchtetem Tuch oder in Wachspapier.
Zitrusfrüchte mögen keine Kälte und sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bei normaler Zimmertemperatur und offener Lagerung halten sie sich länger frisch. Selbst angeschnittene Zitronen halten sich gut eine Woche. Am besten legt man sie mit der Schnittseite nach oben auf einen Teller. So bildet sie ein Häutchen und schimmelt nicht.
Champignons brauchen Luft. Du packst sie am besten in eine Papiertüte oder in ein Geschirrtuch. Pilze solltest du auch nicht direkt neben geruchsintensive Lebensmittel lagern, da sie leicht freume Gerüche annehmen.
Erdbeeren (und andere Beeren) lagerst du am besten bei Zimmertemperatur und wäschst sie erst direkt vor dem Verzehr. Faulige Stellen immer sofort herausschneiden, oder die Früchte entfernen. Im Gemüsefach des Kühlschrank halten sich Erdbeeren bis zu zwei Tage. Damit sie genug Luft bekommen, kannst du sie in ein großes Sieb legen, mit Küchenpapier darunter.
Essensreste solltest du ohne Plastikmüll lagern. Frischhaltefolie ist eine vollkommen unnötige Verschwendung von Plastik. Du kannst solche Reste genauso gut in wiederverwendbaren, verschließbaren Dosen, oder sogar alten Schraubgläsern aufbewahren. Angebrochene Konservendosen solltest du nicht in den Kühlschrank stellen. Aus dem Weißblech der Dose kann ungesundes Zinn in die Lebensmittel gelangen. Besser füllst du den Inhalt in ein Gefäß.
Radieschen lagerst du richtig ohne Grün, so bleiben sie mindestens dreiTage frisch und knackig, eingewickelt in ein feuchtes Tuch oder in einer Dose. Die Blätter der Radieschen, auch von Rettich, Karotten und Kohlrabi sind essbar und lecker. Man kann sie in Salaten, Suppen, Gemüsepfannen, etc. verarbeiten.
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