Recklinghausen-Suderwich. Leben wir über unsere Verhältnisse? Und was hat das mit unserem Fußabdruck zu tun? Schauen wir einmal hinter die Kulissen, genauer gesagt, auf unsere eigene Öko-Bilanz.
Das Wichtigste in Kürze
Der ökologische Fußabdruck gibt an, wie viel Erdfläche man für seinen eigenen Lebensstil beansprucht.
Jährlich zeigt der WWF, dass wir eigentlich mehr als eine Welt bräuchten. Der WWF ist eine Stiftung nach Schweizer Recht mit Sitz in Gland, Kanton Waadt. Sie wurde 1961 gegründet und ist eine der größten internationalen Natur- und Umweltschutzorganisationen.
Mit zwei Internet-Tools kannst du deinen eigenen ökologischen Fußabdruck und deinen persönlichen CO₂-Verbrauch errechnen lassen.
Vor allem der wachsende Hunger nach Rohstoffen, Energie und Nahrung führt dazu, dass immer mehr Tierarten aussterben oder ihre Bestände zurück gehen. Und den Hunger haben wir letztlich alle – wer wissen will, wie groß der ist, kann dazu mal seinen ökologischen Fußabdruck bestimmen lassen. Die NRW-Verbraucherzentrale hilft dabei.
Er beschreibt, wie viel Fläche der Erde man durch seinen Ressourcenverbrauch pro Jahr beansprucht, also durch Nahrung, Transport der Nahrung, Konsum, Strom- und Energieverbrauch, Klamotten, Verkehrsverhalten und so weiter. Stellt man bei der Berechnung die dafür benötigten Acker-, Weide-, Wald-, Meeresflächen und noch einiges mehr zusammen, erhälst du einen Gesamtwert.
Das Ganze wird dann in Hektar ausgedrückt oder in "Globalen Hektar". Zum besseren Verständnis: ein Hektar sind 10.000 Quadratmeter.
Das Ergebnis ist meistens ein Schock, denn laut Living Planet Report 2020 des WWF beträgt der ökologische Fußabdruck pro Person in Deutschland durchschnittlich 3,5 bis 5 Hektar pro Jahr! Man macht also mal eben bis zu sieben Fußballfelder klar, um sich seinen Lebensstandard zu sichern.
Bevor man aber jetzt den Zeigefinger hebt, sollte man mal die Größe seines eigenen, persönlichen Fußabdrucks testen. Einen Rechner zu diesem Zweck bietet auch die Organisation "Brot für die Welt" unter www.fussabdruck.de.
Spannend ist dabei: Du bekommst bei so einem Test auch gesagt, wie viele Erden wir bräuchten, wenn alle den gleichen Verbrauch hätten wie du. Die meisten kommen locker auf einem "Verbrauch" von zwei, drei oder gar mehr Erden. Und dafür muss man gar nicht der Turbo-Verschwender sein, auch bei gefühlt "normalem" bis durchaus schon relativ öko-bewusstem Alltag kann mehr als eine Erde erfoderlich sein. Mit anderen Worten: die eine Kugel reicht nicht, wenn wir so weiter machen ...
Unter jugend.klimaktivist.de kannst du auch noch errechnen lassen, wie viel CO2 dein aktueller Lebensstil produziert .
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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