Recklinghausen-Suderwich. Im zweiten Teil unserer SBW-Serie möchten wir noch weitere genießbare Kräuter vorstellen.
Junges Ahornlaub – Die ganz frischen jungen Blätter des Ahorns sind essbar und eine tolle Komponente für den Wildkräutersalat. Die Blättchen wachsen in Bündelchen und ihr könnt sie ganz vorsichtig als Ganzes abknipsen. Sie geben dem Salat eine wunderbare Honig-Note und einen leichten Crunch.
Knoblauchsrauke – Alles an ihr ist essbar. Das Aroma ist, wie der Name schon sagt, dezent scharf und leicht knoblauchartig.
Gundermann – gehört zu den bekannteren Vertretern der essbaren Wildkräuter, hat einen leicht minzigen und angenehm bitteren Geschmack. Markant für Gundermann und deutliches Unterscheidungskriterium sind die gewellten Blattenden.
Wilder Kerbel – ist ein tolles Wildkraut und schmeckt nach Petersilie, Karotte und Kerbel. Vorsicht beim Sammeln, denn es gibt einige giftige Vertreter, die ähnlich sind.
Schafsgarbe – hat einen sehr eigenen Geschmack, der entfernt an Karottengrün erinnert, aber deutlich intensiver ausfällt. Man findet sie auf verdichteten Böden, wo auch Sauerampfer und Spitzwegerich wachsen.
Spitzwegerich – Die Blätter des Spitzwegerich sind sehr heilsam für Stiche und Schwellungen. Einfach die zerdrückten Blätter auf die Stelle drücken. Im Salat hat er keinen ausgeprägten Eigengeschmack, ist aber ein gutes Füllkraut und verträgt sich mit allen anderen Wildkräutern gut. So richtig lecker sind die Blütenstände – sie schmecken nach Champignon.
Mädesüß – gehört zu den Rosengewächsen. Ihr findet es entlang von Gräben und Bächen oder in Feuchtwiesen. Die Blätter sehen ähnlich aus wie Brombeerblätter. Die Blüten sind wunderbar aromatisch, auch die Blätter machen sich sehr gut im Salat. Sie erinnern an Marzipan und Mandeln. Das liegt am Glucosid, eine Substanz, die einerseits Geschmack prägt, andererseits aber nicht in größeren Mengen verzehrt werden sollte. Mädesüß verwendet man als Würze.
Wiesenschaumkraut – findet ihr auf ungemähten Wiesen und eignet sich hervorragend für den Wildkräutersalat, aber auch zum Aromatisieren von Quark und Soßen, da es eine schöne kresse-ähnliche Schärfe mitbringt. Dazu einfach den gesamten Blütenstand sammeln.
Wilde Möhre – erkennst du an der dunklen Einzelblüte in der Mitte der weißen Blütendolde. Die Blüten kannst du in Teig frittieren Sie schmecken nach einer Mischung aus Petersilie und Anis.
Wenn die Kräuterausbeute nicht gleich verarbeitet wird, sollte man sie am besten in verschlossenen Boxen im Kühlschrank lagern. Haltbar macht ma essbare Wildkräuter, indem sie in Bündeln kopfüber aufgehängt oder im Dörrgerät getrocknet werden. Manche Pflanzen lassen sich auch einlegen, zum Beispiel die Blütenknospen des Spitzwegerich.
Mit einer schlauen App kann man Wildkräuter ziemlich genau bestimmen, damit ganz sicher keine giftigen geerntet werden. Kostenlose Apps: “Flora Incognita” oder “PlantNet” oder “Naturblick”.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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