Recklinghausen-Suderwich. Möchtest du Geld per online-Banking überweisen, benötigst du zunächst einen Zusatzvertrag zu deinem Girokonto. Wenn mit der Bank vereinbart, kann auch ein Mitkontoinhaber oder sonstiger Dritter diese Möglichkeit nutzen.
Weiter brauchst du deine Bankkarte, einen TAN-Generator oder du setzt dein Smartphone ein.
Zur Sicherheit vor Fremdzugriff auf dein Konto musst du eine TAN (Transaktionsauthentifizierungsnummer) verwenden. Die ist ein Zahlencode der nachweist, dass du die Person bist, die über das Konto verfügen darf. Und da gibt es unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten: iTAN, mTAN, appTAN, Photo-TAN, Push-TAN oder Chip-TAN.
Wolfgang Wegener, SBW-Finanzfachmann, erklärt die Unterschiede.
TAN-Liste – gibt’s nicht mehr. Da erhielt der Kunde von der Bank eine Liste mit Nummern, von denen er eine beliebige bei der Überweisung verwenden konnte. Das war nicht sicher.
iTAN – „indizierte TAN“. Auch hier gab’s eine Liste der Bank. Der Kunde konnte aber die TAN nicht frei auswählen, sondern die Bank gab jeweils elektronisch die Listen-Position der zu nutzenden Nummer an. Wenn die nicht innerhalb weniger Minuten benutzt war, verfiel sie. Auch dieses Verfahren wurde als nicht sicher verworfen.
mTAN – Hier bekommst du von der Bank nach der Eingabe der Überweisungsdaten eine zu verwendende TAN per SMS auf dein Mobiltelefon. Einigermaßen sicher, aber nicht optimal, da SMS unverschlüsselt versandt werden.
Push-TAN – Dafür musst du eine bestimmte App laden, mit der die TAN generiert wird.
Bewertung: Hohe Sicherheit, wenn für App und Online-Banking verschiedene Apps oder Geräte verwendet werden.
Chip-TAN – Bei diesem Verfahren wird bei Einsatz deiner Bankkarte mit einem Generator eine TAN erzeugt. Den Generator, etwas größer als eine Streichholzschachtel, kannst du bei deiner Bank erwerben. Er ermittelt durch Auslesen eines flackernden Felds auf dem Bildschirm die jeweils erforderliche TAN. Bewertung: Hohe Sicherheit, da zwei getrennte Geräte verwendet werden und zusätzlich eine Bankkarte nötig ist.
Photo-TAN – funktioniert so ähnlich wie Chip-TAN. Auf dem PC-Monitor erscheint eine Grafik, die mit Hilfe der Smartphone-Kamera von der Banking-App gelesen wird. Bewertung: Hohe Sicherheit, weil nicht für App und Online-Banking das gleiche Smartphone verwendet wird.
Fazit: Bei heute üblichen modernen Verfahren wird jede TAN aus den Überweisungsdaten entwickelt. So sind die Codes nur für bestimmte Vorgänge und zeitlich begrenzt nutzbar. Je mehr Geräte beteiligt sind, desto sicherer ist der Vorgang. Auch bei mobilen TAN-Verfahren sollte man am besten nicht alles über ein einziges Smartphone abwickeln.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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