Recklinghausen-Suderwich. Die Werbung "Zahnersatz zum Nulltarif" kann eine gute Lösung sein. Allerdings nur so: Mit Zahnersatz aus dem Ausland und mit der Regelversorgung, das Bonusheft muss meist über zehn Jahre geführt sein und ,wer mehr möchte als die Basisleistung, muss die Zusatzkosten selbst zahlen.
Voraussetzung für „Zahnersatz zum Nulltarif“
Gemeint ist eine Versorgung mit Kronen, Brücken oder Prothesen ohne eigene Zuzahlung. Geht meist nur in finanziellen Härtefällen, wenn die Krankenkasse bei Geringverdienern den doppelten Festzuschuss und damit 100 Prozent der Kosten der Regelversorgung zahlt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist das auch unabhängig vom Einkommen möglich. Dann gelten die oben genannten drei Regeln.
Welcher Zahnarzt macht sowas?
Einige Zahnärzte werben damit. Auch Krankenkassen arbeiten teilweise mit entsprechenden Vertragspartnern zusammen, um ihren Versicherten das anbieten zu können. Also bei der Krankenkasse danach fragen. Der eigene Zahnarzt wird oft nicht bereit sein, mit einem Billiganbieter-Labor zusammenzuarbeiten.
Wer nicht den Zahnarzt wechseln möchte, kann ihn gezielt nach Einsparmöglichkeiten fragen. Auch bei deutschen Laboren gibt es deutliche Preisunterschiede – und die Regelversorgung ist stets die preiswerteste Lösung.
Was sollte ich berücksichtigen?
Wann muss ich doch zuzahlen?
Bei Abweichung von der Regelversorgung muss man die Zusatzkosten selbst tragen, sowohl für Material als auch für ein eventuell höheres Honorar. Beispiel: Ist ein seitlicher Zahn weitgehend zerstört, aber erhaltungswürdig oder fehlt dort ein Zahn, ist als Regelversorgung eine Krone oder Brücke aus Nicht-Edelmetall vorgesehen. Qualitativ ist das keine Einschränkung. Vollmetallkronen halten etwa 25 Jahre.
Bei Frontzähnen zahlen die Kassen auch eine Metallverblendkrone, also Metallsockel mit Keramik- oder Kunststoffüberzug. Wer ansonsten aus optischen Gründen eine zahnfarbene Krone oder Brücke möchte – als Vollkeramik oder in der Metallverblendversion – zahlt privat dazu. Implantate (sehr teuer!) oder Inlays (angepasste Zahnfüllungen aus Edelmetall oder Keramik statt plastischer Füllung, wie z.B. Amalgam) kosten ebenfalls extra.
Morgen geht’s hier weiter im Thema mit Teil 2.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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