Recklinghausen-Suderwich. Die Girokarte gibt’s immer nach der Kontoeröffnung. Nennt man auch Debit-Card, früher EC-Karte (von ElectronicCash). Damit hebst du Geld am Automaten oder in der Bank ab oder bezahlst im Laden bargeldlos, auch oft im Ausland. Möglichst nur den Geldausgabeautomaten nutzen, den deine Bank empfiehlt. Sonst kann es teuer werden, meint SBW-Finanzfachmann Wolfgang Wegener.
Bei Fremdautomaten werden die Kosten angezeigt. Die Karte kann man nur mit einer vierstelligen Geheimzahl (PIN) nutzen, die man separat von der Bank erhält. Die Bank kennt die PIN nicht und wird dich auch niemals danach fragen. Du solltest dir die PIN gut merken und niemandem verraten, auch nicht im Terminkalender oder auf Zettel im Portemonnaie notieren.
Kommt jemand in Besitz von Geldkarte und PIN und hebt Geld ab, bleibst du auf dem Schaden sitzen. Bei vielen Banken kannst du die PIN am Geldausgabeautomaten auf eine andere Zahl selbst ändern. Verlierst du die Karte, bitte sofort unter TelNr 116 116 sperren lassen, ist rund um die Uhr erreichbar. Auch die Polizei solltest du informieren. Die unterhalten gemeinsam mit Shop-Betreibern ein Sperrsystem, KUNO genannt.
Geldkarte
Man kann die Girokarte meist auch als „elektronische Geldbörse“ nutzen. Die Karte hat einen MikroChip, auf den man am Geldausgabeautomaten einen bestimmten Betrag laden kann, der dann von deinem Girokonto abgebucht wird. Damit kann man in manchen Läden und auch am Parkautomaten Kleinbeträge bezahlen, die dann von der Karte „abgebucht“ werden. Bei Verlust der Karte ist das Kartenguthaben wie beim Verlieren der Geldbörse weg.
Kreditkarte
Die bekommt man nur auf separaten Antrag – aber erst ab 18. Anders als die Girokarte kostet sie Gebühren, meist um die 15 bis 20 Euro im Jahr. Gibt’s aber auch zum Nulltarif. Mit dieser Karte kann man im Laden, an der Tanke, im Internet bezahlen und Bargeld am Geldausgabeautomaten verfügen, auch im Ausland.
Die Beträge werden deinem Girokonto monatlich nachträglich (deshalb „Kreditkarte“) in einer Summe belastet. Du bekommst dazu eine Abrechnung zur Kontrolle. Man kann die in einem Monat aufgelaufene Summe auch in Raten abstottern. Aber Vorsicht: dafür nehmen manche Kreditkartenausgeber horrende Zinsen! Bis zu 20 Prozent pro Jahr kommen vor. Wenn du mit der Kreditkarte Bargeld abhebst, werden dafür manchmal neben einem Gebührenbetrag auch Zinsen berechnet. Das solltest du wissen. Verfügen kann man übrigens nicht unbegrenzt. Es gibt für jeden Kunden ein individuelles monatliches Limit.
Kreditkarten gibt es nicht nur von der Bank, die dein Girokonto führt, auch von Payback, Tchibo, vom ADAC und vielen anderen Unternehmen. Wenn du in das außereuropäische Ausland fährst, erkundige dich, ob deine Kreditkarte dort akzeptiert wird.
Prepaidkarte
Funktioniert wie eine Kreditkarte, muss aber vorher mit Geld aufgeladen werden. Du kennst das vielleicht vom Prepaid-Handy. Vorteil: bekommst du auch unter 18 und ist dann sinnvoll beim Auslandsaufenthalt. Risiko: bei Verlust wie bei Bargeld, wenn du nicht sofort sperren lässt (TelNr 116 116).
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