Recklinghausen-Suderwich. Klar, die Banken und Sparkassen (wir sagen ab jetzt „Banken“) wollen dich schon möglichst früh an sich binden und für dich Bankgeschäfte erledigen. Aber ist das sinnvoll? SBW-Bankfachmann Wolfgang Wegener rät dazu, auch auf diese Weise frühzeitig den Umgang mit Geld zu lernen. Was geht? Das hängt von deinem Alter und deinen Eltern ab!
Sparkonto
Kann für Kinder nach ihrer Geburt von den Eltern eröffnet werden. Ideal für künftiges Zusatz-Taschengeld von Oma und Opa. Benötigt werden dazu die Geburtsurkunde des Kindes und die Personalausweise beider Elternteile (steht hier immer auch für „Erziehungsberechtigte“). Auch noch interessant für Erwachsene? "Ja", sagt Wegener, "man sollte dort Rücklagen in Höhe von mindestens zwei Monatseinkommen ansammeln und halten."
Girokonto
Die meisten Banken eröffnen ein Girokonto bereits für dich ab deinem 7. Geburtstag, natürlich nur mit Zustimmung deiner Eltern und bei Vorlage der Personalausweise. Konten für Kinder und Jugendliche kosten meist nix, oft bis zum Abschluss von Schule und Studium. Taschengeld kannst du dir auf das Konto überweisen lassen. Bis zur Volljährigkeit, also bis zu deinem 18. Geburtstag, ist nur eine Kontoführung auf Guthabenbasis möglich, im „Haben“ sagt der Banker. „Überziehen“ kannst du das Konto also nicht. Bargeld holst du am Geldausgabeautomaten. Du kannst im Geschäft mit der GiroCard oder dem Smartphone bezahlen. Überweisungen und Daueraufträge erledigst du „online“, also über den Internetzugang zu deinem Konto. Der frühe Umgang mit bargeldlosen Geschäften ist sinnvoll. Du lernst, mit Kontoauszügen und Apps zur Auswertung deiner Umsätze Überblick über dein Geld zu halten.
Spätestens mit Beginn deiner Berufstätigkeit ist das Girokonto ein Muss. Ab 18 kann man es mit Billigung der Bank überziehen, das heißt, Kredit über das Konto nehmen. Dazu kann die Bank einen „Kreditrahmen“ oder „Dispokredit“ einräumen, also eine Obergrenze zur Kontoführung im „Soll“, so nennt man das in der Buchhaltung, oder „genehmigte Überziehung“ sagt der Jurist. Über die Kreditkosten solltest du dir vorher Gedanken machen. (Geht man über den „Dispo“ hinaus, nennt die Bank das „geduldete Überziehung“ – und dann wird es richtig teuer!)
Wenn du zu dem Thema mehr wissen willst, dann können wir dir zwei Info-Broschüren zusenden: „Drehscheibe Girokonto“ oder „Budgetkompass für Jugendliche“. Ruf uns an (02361 – 5823786) oder schreib uns eine eMail (info@nak-sbw.de). Wenn du Fragen hast, schreib an w.wegener@nak-sbw.de.
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