Oer-Erkenschwick. Gibt es so etwas wie eine kluge Ernährung? Hannelore Kierse, ausgebildete Klangtherapeutin und Physiognomin (als Physiognomie bezeichnet man die äußere Erscheinung von Lebewesen, insbesondere des Menschen und hier speziell die für einen Menschen charakteristischen Gesichtszüge), sprach darüber beim BBE-Seminar am Donnerstag.
Es ging der Referentin um die Abläufe im Nervensystem bei der Nahrungsaufnahme. "Essen ist weit mehr als nur satt werden", sagt die Gütersloherin. Sie stellte einen Exkurs über die Veränderung der Nahrungsmittel durch die Industrialisierung vor und beleuchtete gemeinsam mit den Seminarteilnehmern den Sinn und Unsinn von Diäten.
Die Referentin resümierte, dass mit der Veränderung des Lebensstils des Menschen auch eine Umgewöhnung des Essens verbunden sei. "Wenn wir mit Genuss und Hingabe essen, merken wir auch, wann wir satt werden, anstatt einfach alles, was auf dem Teller liegt, gedankenlos in uns hinein zu schaufeln", sagt Hanneore Kierse. Dann wurde sie noch konkreter und fragte nach, was alles beim Verdauen von Speise in unserem Körper passiert und welches Organ für eine gute Verdauung letztlich mitverantwortlich ist. "Wir können nur etwas dauerhaft regulieren und vielleicht zum Guten verändern, wenn wir die Zusammenhänge verstanden haben." Gerade für Menschen im fortgeschrittenen Alter sei es wichtig zu wissen, dass das Essen äußerst komplexe Vorgänge in Gang setzt, die maßgeblich auf unser Leben, somit auf unsere Gesundheit einwirken.
"Wir sitzen nicht mehr am Lagerfeuer und müssen uns davon ernähren, was wir gesammelt oder erjagt haben", ergänzt die Referentin. Heute können auch Senioren in den Supermarkt gehen und all das in Dosen oder in Plastik verpackt kaufen, was sie gerne essen möchten. Doch der Alltag in diesem Jahrhundert verändert sich täglich und damit auch die Ernährung. Viele Tätigkeiten finden im Sitzen statt, es gibt Junkfood (minderwertiges Essen) an jeder Straßenecke, der Verzehr von Tierproduktion hat stark zugenommen, Brot wird nicht aus Vollgetreide gebacken, es fehlen also Mineralstoffe, und Gemüse und Obst kommen aus Gewächshäusern, haben wenig Vitamine und Mineralstoffe und viel zu hohe Belastungen mit Schadstoffen. Dazu kommt, dass heute fast jedem verarbeiteten Nahrungsmittel Zucker, oft als Fructose, zugefügt wird. Doch Zucker ist Gift für die Leber.
Vorschläge der Referentin: "Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich, esst das, was in unserer Region erzeugt wird, nach Möglichkeit aus dem Bioanbau, gebt der Butter den Vorzug und nehmt abwechselnd ungesättigte und ungehärtete Öle in euren Speiseplan auf."
Am Nachmittag war wieder einmal der ehemalige Präsident der Gebietskirche NRW, Bezirksapostel i.R. Armin Brinkmann, zu Gast. Er referierte zum Thema "Gottvertrauen und Glaubenserfahrungen". Der Bezirksapostel, der häufig Gast bei den BBE-Veranstaltungen ist, berichtete von seinen ehemaligen Missionsreisen, von Erfolgen und Misserfolgen. "Aber", so stellte Armin Brinkmann fest, "Gottvertrauen ist eine der grundlegenden Eigenschaften der Gotteskindschaft. Es hilft, die Wege Gottes zu gehen, seine Zulassungen zu akzeptieren und bei ihm zu bleiben."
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