Recklinghausen-Suderwich. Der neue Vorstand des neuapostolischen Sozial- und Bildungswerks e.V. (SBW) wünscht sich mehr Engagement seiner Mitglieder. Wie soll das geschehen? Am besten durch eine Befragung. Eine entsprechende Ergebnispräsentation zeigte der Sozialwissenschaftler Dr. Wolfgang Kokoska während der Jahreshauptversammlung des SBW am 4. Mai 2019 in Suderwich.
Im Zeitraum zwischen dem 25. März bis zum 16. April 2019 sind insgesamt 135 Fragebögen per Internet von den Mitgliedern ausgefüllt worden. Davon sind 103 ausgewertet worden. Zur Statistik: Insgesamt mehr Männer als Frauen beantworteten die Fragen des Sozialwissenschaftlers Dr. Wolfgang Kokoska aus Waltrop, davon waren 28 mehr als 61 Jahre.
Hier ein paar Antworten auf folgende Fragen:
Gehört die soziale Hilfe zur Vorstellung eines gelebten Christentums? Ja unbedingt, knapp 90 Befragten stimmten der Aussage so zu.
Wie wichtig ist es Ihnen persönlich, einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachzugehen? Auch hier war die Bejahung mit deutlicher Mehrheit eindeutig.
Aktiv tätig im Ehrenamt für das SBW zu sein bejahten mehr als 80 Befragte, für die neuapostolische Kirche (NAK) fast 80 Frauen und Männer. Die Teilnahme an SBW-Veranstaltungen konnten sich mehr als 70 Mitglieder vorstellen. Den wöchentlichen Zeitaufwand fürs Ehrenamt bezeichnet ein Großteil der Befragten mit knapp 30 Stunden.
Ebenfalls deutliche Zustimmung bei den Aussagen "Das SBW funktioniert als Netzwerk christlicher Nächstenliebe", "Das SBW steht allen Menschen offen" sowie "Ich bin stolz, Mitglied im SBW zu sein". Hier allerdings gaben sieben Befragte die Antwort ab "Weiß nicht".
Die Nähe des SBW zur NAK bezeichneten die meisten Befragten als selbstverständlich. Jedoch soll das SBW als selbständiger Verein weiterhin aktiv bleiben. Wichtig für eine Mitarbeit im SBW ist den meisten Befragten ein guter Versicherungsschutz, gefolgt von dem Vorhandensein eines Ansprechpartners und eines gewünschten autonomen Arbeitens.
Daraus folgt die Frage der Wichtigkeit des Ehrenamtes: Hier ist der Standpunkt, Anderen zu helfen, als wichtigster Aspekt zu nennen. Dazu gesellten sich die Aspekte Gemeinwohl und sinnvolles Tun.
Für den Vereinsvorstand ist die Befragung Anlass zur weiteren konkreten Arbeit. Dazu nimmt der zweite Vorsitzende Karsten Zygowski Stellung: "Wir haben 21 neue Angebote für eine mögliche Mitarbeit im SBW herausgefiltert. Damit können wir gut arbeiten und auch mit den kritischeren Bemerkungen der Befragung umgehen."
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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